OHNE ZEITDRUCK GEGEN SCHWINDEL

SCHWINDEL-BESCHWERDEN SIND WEIT VERBREITET UND SCHRÄNKEN DIE LEBENSQUALITÄT OFT DRASTISCH EIN. UM DEN URSACHEN DER BESCHWERDEN AUF DEN GRUND ZU GEHEN, BIETETDIE PRAXISGEMEINSCHAFT P57 | PRIVATÄRZTE MANNHEIM EIN NEUES KONZEPT AN – EXZELLENT, FÄCHERÜBERGREIFEND UND INDIVIDUELL AUF DEN EINZELNEN PATIENTEN ABGESTIMMT.

DAS ERLEBNIS JOURNAL SPRACH MIT DEN ÄRZTEN.

DIESES Problem kennen viele Menschen, die unter Schwindel leiden: Um die Ursachen ihrer Beschwerden aufzudecken, gehen sie von einer Praxis zur nächsten, konsultieren Facharzt um Facharzt, warten zwischendurch lange auf Termine – und dennoch bleiben am Ende Fragen offen. Genau das hat vor kurzem Gerhard Weber erlebt (Name von der Redaktion geändert). Seit langem schon leidet der Rentner aus Edingen-Neckarhausen unter immer wieder auftretenden Schwindelbeschwerden, die im Lauf der Zeit zu einer erheblichen Gangunsicherheit geführt hatten. „Zuerst ist mir gar nicht so richtig aufgefallen, wie sehr mich die Beschwerden einschränken“, berichtet er. „Die Aktivitäten, die zu Schwindel führen, habe ich über die Jahre ganz unbewusst immer weiter eingeschränkt“. Obwohl Gerhard Weber dieses Problem bei verschiedenen Ärzten immer wieder ansprach, wurde zunächst keine Lösung gefunden. „Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass sich keiner der Ärzte so richtig zuständig gefühlt hat“, so Weber. „Es wurden zwar einige Untersuchungen durchgeführt, aber ich hatte gerne jemanden gehabt, der das alles koordiniert und die Ergebnisse mit mir bespricht.“ Auf der Suche nach einem solchen Ansprechpartner wandte sich Gerhard Weber an die Praxisgemeinschaft „P57 | Privatärzte Mannheim“. Unter diesem Namen haben sich dreizehn Ärzte verschiedener Fachrichtungen im Zentrum von Mannheim zusammengefunden, um sich ihrer Patienten Fächer übergreifend anzunehmen. Initiiert hat das Projekt der Kardiologe Professor Dr. Jens Kaden, der nach langjähriger Tätigkeit am Universitätsklinikum Mannheim seit 2009 seine Patienten als Privatarzt in einer Einzelpraxis betreute. „Die Praxis fand bereits nach kurzer Zeit großen Zuspruch, nur fehlte zunehmend die Möglichkeit, bei komplexeren Erkrankungen auf kurzem Wege interdisziplinär zu arbeiten. Das war der Anstoß, nach weiteren Ärzten zu suchen, die dies ähnlich sehen“, erläutert Professor Kaden. Alle Ärzte sind dabei zunächst eigenständig in ihrer jeweiligen Einzelpraxis tätig und bilden so eine echte Praxisgemeinschaft – in Kontrast zur Gemeinschaftspraxis, bei der die Ärzte in einer einzigen Praxis tätig und darüber auch wirtschaftlich verbunden sind. „Die Unabhängigkeit aller Fachärzte der Praxisgemeinschaft war uns äußerst wichtig, um das persönliche Verhältnis zu unseren Patienten nicht durch wechselnde Ansprechpartner zu gefährden, wie dies in Großpraxen oder Kliniken vorkommen kann“, so Professor Kaden. Dieser Vorteil unabhängiger Einzelpraxen kann bei Bedarf durch die Vorzüge des großen Zentrums ergänzt werden, das ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten eröffnet. Hierfür sind die Praxen der Gemeinschaft mit modernster Gerätetechnik ausgestattet – und das in einem Umfang, wie er üblicherweise nur in Kliniken zur Verfügung steht. Auch wurden die Praxen so vernetzt, dass interdisziplinäres Arbeiten leicht möglich ist: „Durch eine identische EDV-Ausstattung, kurze Wege und enge persönliche Kontakte ist – wenn dies medizinisch erforderlich wird – sind ein intensiver Informationsaustausch und eine eng abgestimmte Behandlung durch mehrere Ärzte möglich“, schildert Professor Kaden. Einer der Ärzte der Gemeinschaft ist Privatdozent Dr. Martin Griebe, Facharzt für Neurologie und Koordinator der Schwindelsprechstunde in der Praxisgemeinschaft. „Eine Leidensgeschichte wie bei Herrn Weber ist leider ganz typisch“, schildert er. „Gerade bei unspezifischen Beschwerden wie Schwindel irren die Patienten oft jahrelang durch das Gesundheitswesen, bis eine Ursache gefunden wird.“ Daher sei es wichtig, dass alle Ergebnisse an einer Stelle zusammenlaufen und abgestimmt werden. „In unserer Praxisgemeinschaft sind alle Fachgebiete, die für eine interdisziplinäre Abklärung benötig werden, vor Ort vertreten“, so Griebe. Neben der Neurologie seien dies insbesondere die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Radiologie und die Orthopädie, aber auch die Kardiologie, die Geriatrie, die Psychosomatik und die Zahnheilkunde. „Im Zentrum der Behandlung steht zunächst ein ausführliches Eingangsgespräch, in dem die Beschwerden und ihr Verlauf genau erhoben werden“, erklärt der Neurologe. „Meist lassen sich hieraus bereits wichtige Hinweise darauf erzielen, welche technischen Untersuchungen zielführend sind – denn nicht bei jedem Patienten müssen wir auf alle Fachbereiche zurückgreifen.“ Im Anschluss an das Erstgespräch wird für jeden Patienten ein individueller Plan für die Diagnostik erstellt.

Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Untersuchungen von Dr. Griebe mit den Patienten eingehend besprochen und wenn möglich eine Therapie eingeleitet. Wichtig sei den Ärzten, dass bei all dem die freie Arztwahl gewährleistet bleibe: „Allein der Patient entscheidet darüber, welche Ärzte in die weitere Diagnostik und Therapie eingebunden und an wen seine Informationen weitergeleitet werden“, so Griebe. Dr. Rafael Piñol, HNO-Arzt und Schlafmediziner, sieht die Geschichte von Gerhard Weber als beispielhaft für die Arbeitsweise der Privatärzte Mannheim. „Bei der Schwindelabklärung ist es wichtig, auch auf vermeintliche Nebenaspekte genau zu achten und sich intensiv über die Fächergrenzen hinweg mit den anderen beteiligten Ärzten auszutauschen“, so der Mediziner. Geschieht das nicht, kann eine lange Reihe an Arztbesuchen folgen, bei der doch keine Lösung gefunden wird. Der Patient Gerhard Weber schildert eindrücklich, wie er schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte: „Ich hatte immer mehr den Mut verloren, die Ärzte auf meine Beschwerden anzusprechen, weil jeder das Problem am Ende doch nur auf mein Alter und meine Herzerkrankung geschoben hat“. Eine Ursache für diesen Missstand sieht Dr. Piñol im Zeitmangel und den fehlenden Ressourcen im deutschen Gesundheitswesen: „Dies führt immer mehr dazu, dass sich die Fachärzte strikt auf ihr Kerngebiet beschränken – auch wenn sie ihre Patienten eigentlich lieber mehr unterstützen würden“, so der HNO-Arzt. „Dann kann es passieren, dass die Patienten ihre Behandlung als unzureichend empfinden und unzufrieden sind, auch wenn der Arzt fachlich alles richtig gemacht hat“. Umso angenehmer empfinde er die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen bei den Privatärzten Mannheim: „Uns allen ist es wichtig, nicht nur die vordergründige Erkrankung zu behandeln, sondern den Patienten in seiner Gesamtheit zu betrachten“, erläutert Dr. Piñol. Da dies innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund zahlreicher Vorschriften und Einschränkungen nicht immer in dem gewünschten Maße möglich ist, sind die Ärzte in P 5, 7 außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung als Privatärzte tätig. Der Versicherungsstatus ist dabei jedoch von untergeordneter Bedeutung – die Praxisgemeinschaft steht jedem Patienten offen. Dem Patienten Gerhard Weber konnte in der Schwindelsprechstunde der Privatärzte geholfen werden: Durch die interdisziplinäre Diagnostik wurde festgestellt, dass bei ihm eine Beeinträchtigung des im Innenohr befindlichen Gleichgewichtsorgans besteht. Zudem wurde ein bislang nicht bekannter früherer Schlaganfall diagnostiziert. So ergab sich innerhalb weniger Tage die Basis für eine Therapie: Mit einem individuellen, computergestützten Gangtraining und einer medikamentösen Therapie besserten sich die Beschwerden innerhalb einiger Wochen – der Patient konnte wieder sicher gehen. „Ich habe dann mit meiner Frau eine sechswöchige Zugreise durch Deutschland gemacht. Nie hätte ich vorher gedacht, dass das nochmal möglich werden würde“, berichtet Gerhard Weber zufrieden. Nicht immer kommt Schwindel jedoch vom Gleichgewichtsorgan: Ein zurückliegender Schlaganfall, Blutdruckprobleme, Herzrhythmusstörungen und Veränderungen der Halswirbelsäule können ebenfalls Schwindelbeschwerden auslösen. Mehr und mehr in den Fokus der Wissenschaft rücken in den letzten Jahren auch Kiefergelenksprobleme als Ursache von Schwindel. Die sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Funktionsstörung des Kauapparats, die durch eine Fehlstellung von Schädel und Unterkiefer verursacht wird. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind von Kiefergelenksproblemen betroffen. Damit ist die Craniomandibuläre Dysfunktion ein weit verbreitetes Phänomen, auch wenn die Einschränkungen nicht für jeden im Alltag so deutlich spürbar sind, dass sie behandelt werden müssen. Mögliche Folgen von Kiefergelenksproblemen sind Kopf-, Schulter-, Rücken- oder Hüftschmerzen. Es können aber auch Schluckbeschwerden und Ohrgeräusche auftreten – oder eben auch Schwindel. „Das Problem ist, dass den meisten Menschen die enge Verbindung zwischen dem Kiefergelenk und dem Rest des Körpers nicht bekannt ist“, sagt Dr. Dietmar Hensel, der als Zahnarzt bei den Privatärzten Mannheim tätig ist. Eine Verschiebung des Kiefers führe langfristig zu einer stärkeren Belastung einer Körperhälfte, die den gesamten Körperbau in eine Schieflage bringen kann. „Da alle Körperteile über die Muskeln und Sehnen miteinander verbunden sind, ziehen sich Bewegungen wie eine Kettenreaktion durch den ganzen Körper“, erklärt Dr. Hensel. Diese ungleiche Beanspruchung verschiedener Muskelgruppen könne auf Dauer Schmerzen verursachen. „Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion sind oft nicht Schmerzen im Kiefergelenk, sondern an anderen Stellen im Körper“, so Dr. Hensel. „Diese Verbindungen haben auch Ärzte häufig nicht im Blick, so dass die Überweisung zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden meist erst relativ spät erfolgt“. Ist die Diagnose einer Kiefergelenksproblematik erst einmal gestellt, muss nach möglichen Ursachen gesucht werden.

Diese sind ebenso vielfältig wie die Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion und umfassen verschiedene Faktoren von der Zahnstellung über Fehlstellungen am Bewegungsapparat bis hin zu psychischen Ursachen. Die Behandlung dieser ursächlichen Faktoren ist die Grundlage einer jeden Therapie. Begleitend kann eine individuell angefertigte Zahnschiene helfen, die den Druck vom Kiefergelenk nimmt, Zahnschäden verhindert und dabei hilft, den Unterkiefer wieder in eine ausgeglichene Position im Gelenk zurückzuführen. In der Regel wird dieser Ansatz zusätzlich mit manueller Therapie, osteopathischen Techniken und Physiotherapie unterstützt. Den ganzheitlichen Behandlungsansatz und den intensiven Austausch mit den Kollegen empfindet der Zahnmediziner als äußerst bereichernd: „Einen so kurzen Draht zu Kollegen anderer Fachrichtungen und so intensive fächerübergreifende Falldiskussionen findet man sonst eigentlich nur in Kliniken – für eine Praxis ist das etwas ganz besonderes“, meint Dr. Hensel. „Dies begünstigt es nicht nur, bei der Behandlung gemeinsam neue Wege zu gehen, sondern erweitert auch den Horizont des einzelnen Arztes über die eigenen Fächergrenzen hinaus“. Bei allem Wert, den die Privatärzte Mannheim auf die medizinische Exzellenz ihrer Behandlung legen, ist es den Ärzten ein ebenso wichtiges Anliegen, ihren Patienten als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. „Die Jahre, in denen ich mich mit neurologisch zum Teil schwer erkrankten Patienten beschäftigt habe, haben mich fachlich und persönlich geprägt“, berichtet Privatdozent Dr. Griebe zum Abschluss des Gesprächs. „In dieser Zeit wurde mir klar, wie wichtig es ist, die Patienten als ärztlicher Ansprechpartner zu begleiten – nicht nur während der Akutphase der Erkrankung, sondern auch darüber hinaus.“ Genau das solle auch die Schwindelsprechstunde der Privatärzte Mannheim den Patienten bieten.

www.p57.de

Noch keine Bewertungen vorhanden

Kommentare

Wanderung auf dem N...

= Ausflüge =

Wanderungen für Kin...

= Ausflüge =